Aus der Reihe ...

Projekt Gefangene Zeit

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Aus der Reihe…“ – die in diesem Jahr unter dem Titel „ZEIT“ steht, präsentiert der hannoversche Künstler Helmut Hennig auf dem Gelände des Wilhelm-Gefeller-Bildungszentrums sein Projekt „Gefangene Zeit am Deisterhang“.

Helmut Hennig

Frühlingsblüten hinterm Zaun Frühlingsblüten hinterm Zaun
16.05.2013
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Der Künstler Helmut Hennig möchte mit seiner Intervention für einen exakt definierten Zeitraum von einem Jahr die Patenschaft für ein Stück Natur übernehmen und eine Art Schutzzone für die Natur schaffen, denn außer ungestörtem Wachstum soll auf der eingezäunten Fläche nichts passieren.

Die Natur wird der Natur überlassen. Eingriffe wird es innerhalb dieser durch Zaunelemente eingegrenzten 12,25 qm großen Fläche nicht geben. Keine Unkrautbeseitigung, kein Rasenmähen. So wächst die Natur „diesseits“ des Zaunes Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat. Wildgräser und Unkraut werden sich ansiedeln und eventuell das eine oder andere Kleinlebwesen hier Schutz suchen. Je häufiger aber„ jenseits“ des Zaunes gärtnerische Pflegemaßnahmen erfolgen, desto markanter hebt sich natürlich der Wildwuchs in der temporären Schutzzone des eingezäunten Grundstückes  von seiner Umgebung ab und wird zu einer Insel im Meer seiner gepflegten Umgebung.

 Ein wichtiger Teil des künstlerischen Konzepts ist die Dauer- und Nutzungsart des Grundstücks. Es geht um Zeit und Zeiträume. Die Nutzungsdauer vom 23. April 2013 bis 23. April 2014 definiert damit einen Anfang und ein Ende. Die Zeit zwischen diesen beiden Polen wird in der Intervention des Künstlers Helmut Hennig als Wachstumsphase, als Prozess festgehalten, und als eine Art Zeitmaß, man könnte von gefangener Zeit sprechen, sichtbar und erfahrbar gemacht. Der Augenblick wird zu einer Momentaufnahme, zu einem Zeitausschnitt auf der Wegstrecke auf der wir uns gerade befinden, im ewigen Kreislauf der Natur...
Das Kunstprojekt "Betreten verboten!" wird über den Zeitraum von genau einem Jahr von einem Web-Log begleitet. Unter http://wgb.igbce.de/kultur/gefangene-zeit/ wird der Prozess, den der Ort durchlebt durch Bilder und Texte dokumentiert und kommentiert. Ein reger Austausch mit der Öffentlichkeit ist erwünscht.

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