URL dieser Seite: https://wgb.igbce.de/-/vGO

02.07.2014

Aus der Reihe 2014

WISSENSCHAFT MACHT KULTUR

Ein Wortspiel mit Methode voller Tücken. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 4. „Aus der Reihe…“ – Veranstaltung betrachteten das Geschehen auf dem Gelände des Wilhelm-Gefeller-Bildungszentrums erst einmal mit großer Neugier, beteiligten sich dann aber beherzt an den schöpferischen Experimenten, nicht zuletzt inspiriert durch neue Ideen wie den 3-D-Drucker. Und so ganz nebenbei pflegten viele auch noch freundschaftliche Kontakte und genossen die entspannte Atmosphäre auf dem weitläufigen Gelände.

Ralf Mohr

Bewegtes Bild zum Nachdenken und Entscheiden Bewegtes Bild zum Nachdenken und Entscheiden

Energie so viel ich brauche, verfügbar, bezahlbar und nachhaltig erzeugt. Die Menschheit ernähren und bis ins hohe Alter gesund halten. Die Naturwissenschaft forscht an den großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Grenzen werden überschritten. Wie werden die Ideen und Lösungen aussehen? Wie werden sie unsere Gesellschaft und unsere Kultur verändern? Technische Innovationen funktionieren nur mit gesellschaftlicher und kultureller Akzeptanz. Sind wir bereit Risiken einzugehen? Wenn ja, welche? Oder zählt nur das Prinzip »Hoffentlich passiert nichts in meinem Garten«? Werden zukünftige Generationen davon profitieren? Was ist erlaubt? Die Veranstaltungen »Aus der Reihe ...« sind lebhaft anders. Auch in diesem Jahr galt wieder das Prinzip Neugierde und Offenheit. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Kunst gaben mit ihren Impulsen Inspirationen und regten zu lebhaften Diskussionen an. 

Das Experiment zur Isolierung von DNA aus Tomaten, angeleitet von Dr. Rita Weber von der IG BCE-Hauptverwaltung, zuständig für Forschungspolitik, versetzte die Hobby-Forscher in Erstaunen. Sie benötigten nur etwas Handfertigkeit und Geduld und das Ergebnis, die DNA zeigte sich im Reagenzglas. 

Etwas länger dauerte die Produktion mittels eines 3-D-Druckers. Im FabLab (engl. fabrication laboratory – Fabrikationslabor) stellte Dr. Bernhard Robben von der Universität Bremen, Studiengang Digitale Medien, das Konzept für die Produktion in Bürgerhand vor. 

Dass eine ausgewogene Ernährung in Job und Alltag die Gesundheit des Menschen nachhaltig unterstützt, demonstrierte die Diplom-Ökotrophologin Iris Schacht von der Ernährungsberatung Habermann. Auf ihrem Themenstand drehte sich alles um das Thema „Trinken“. Ihre Gäste erhielten Anleitungen zur Zubereitung vom „Smoothies“, den leckeren selbstbereiteten Ganzfruchtgetränke aus den USA. 

Kultur erzeugt Wissenschaft, so interpretierte der Keramik-Künstler Guido Kratz das Motto der Tagung.  Er motivierte die Teilnehmer, gemeinsam auf Kacheln ein Netzwerkbild zu gestalten, das demnächst die neugestaltete Terrasse des Bildungszentrums schmücken wird. 

Auf ungewöhnlich beeindruckende Weise eroberten sich der Lichtkünstler Frank Schulz und die Bühnenbildnerin Anja-Katharina Lütgens den Tennisplatz auf dem Außengelände. Sie schufen ein BEWEGTES BILD, eine Installation als multifunktionales Projekt, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer interaktiv durch ihre Bewegungen, Veränderungen des dargestellten Systems erzeugten. Am Abend füllte sich das Bild durch Licht und Projektionen mit weiteren Inhalten und Strukturen und begeisterte die Zuschauer. 

Ins nagelneue Tipi auf dem Gelände lud Deed Knerr vom Heyoka-Institut aus Hamburg ein. Er nutzte die Atmosphäre, um den Besuchern, die sich rund ums lodernde Feuer versammelt hatten, Visionen zu entlocken. Das Tipi wird dem Bildungszentrum zukünftig als alternativer Kommunikationstreff und Lernort dienen. 

Nach dem sehr beteiligungsorientiertem Einstieg am ersten Tag hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit nach kurzweiligen Impulsreferaten mit Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen. Sabine Süpke, die Leiterin des Bildungszentrums, begrüßte in der Runde Welf Schröter, Leiter des Netzwerkes „Forum Soziale Technikgestaltung“ beim DGB Baden-Württemberg. Sein Ausblick galt der Produktion der Zukunft unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“.   

Dr. Sebastian Fischer, Koordinator des Projekts Inkubator an der Leuphana Universität Lüneburg informierte über Forschungsergebnisse zur „Schönen neuen Arbeitswelt“. Der Psychologe stellte die Frage nach der Beeinträchtigung der Arbeit auf die psychische Gesundheit der Beschäftigten. Dr. Hansjörg Gramespacher aus der Schweiz lieferte eine Perspektive aus Unternehmersicht zu den Grundlagen der Energieversorgung während der Energiewende anhand von Zahlen und Fakten. Ebenfalls aus wissenschaftlicher Sicht präsentierte Dr. Rita Weber die zurzeit heftig diskutierten Ernährungsphilosophien und deren Auswirkungen auf die Umwelt. 

Welchen Stellenwert Gewerkschaften in den Prozessen der sich immer rascher vollziehenden Veränderung einnehmen und welche Möglichkeiten der Gestaltung und Beteiligung die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben bzw. wahrnehmen können, diese Fragen standen auch nach zwei Tagen voller Erlebnisse, Erkenntnisse und Erfahrungen im Raum. „Da gibt’s für uns viel Nachzudenken“, so eine Teilnehmerin kurz vor der Abreise.

  • Bewegtes Bild zum Nachdenken und Entscheiden
    Foto: 

    Ralf Mohr

    Bewegtes Bild zum Nachdenken und Entscheiden

  • Loading ...

  • Loading ...

  • Loading ...

  • Loading ...

  • Loading ...

  • Loading ...

  • Loading ...

  • Loading ...

  • Loading ...

  • Loading ...

  • Loading ...

  • Loading ...

  • Loading ...

  • Loading ...

  • Loading ...

  • Loading ...

  • Loading ...

  • Loading ...

  • Loading ...

1 /